Zunächst einen Nachtrag zum gestrigen Abend. Das Essen in der Tapasbar was einfach nur gut und dazu noch sehr günstig. Ich hatte mir eine plato combinado gegönnt und als ich nach Wein fragte wurde mir eine fast volle und leckere Flasche Wein auf den Tisch gestellt (sehe ich wirklich so versoffen aus 🙁 ), die fast leer wieder zurück ging. Dafür wurden mir sage und schreibe 2,50€ in Rechnung gestellt…

Die heutige Fahrt war, nach meiner Umplanung so wie ich es mir vorstelle: Abwechslungsreich, spannend, aber nicht so lang, dass ich komplett kaputt ankomme. Die ersten Stunde ging es über  kleine bis mittelgroße, aber fast nicht befahrene Straßen. Mal recht schnell, mal sehr anspruchsvoll. Von diesem Teil der Fahrt ein paar Impressionen der Landschaft. Dort hatte ich (noch) keine unbefestigten Straßen, die Fotos mit dem Motorrad auf Feldwegen sind in Pausen entstanden, bei denen ich einfach neben die Straße gefahren bin

Etwas später habe ich mir dann in einer Panderia ein leckeres Brot und ein Riesen Schokocroissant besorgt um dann in der Natur mein Frühstück einzunehmen. Kurz danach kame ich immer tiefer in das Zentralgebirge mit einigen Hinweisschildern,  dass Schneeketten notwendig seien und Eis und Schnee drohen. Dies allerdings bei Temperaturen knapp unter 30°C.

Gefolgt war das Frühstück von einer circa 20km lange unbefestigte Straße, auf der die beiden Fotos auf der rechten Seite enstanden sind. Einen Kilometer vor den Fotos trabte mir ein verwilderter großer Hund entgegen, der ein bereits angefressenes totes Reh im Maul hatte, mir nur einen kurzen Blick zuwarf und ansonsten fröhlich weiterlief. Das war schon ein recht seltsamer Moment. Kurz nach dem Foto bin ich beim Ausweichen eines besonders üblen Schlaglochs zu weit nach rechts gekommen, von der Straße gerutscht und habe die Maschine auf die linke Seite gelegt :(. Mit Gepäck hatte ich keine Chance die Maschine aufzurichten, bzw. diese rutschte dabei weiter ab. Also Topcase, rechter Koffer und Tankrucksack ab und dann gleichzeitig ziehen und heben. Zum Glück hat das funktioniert – hätte ich Hilfe gebraucht hätte ich wohl ein paar Kilometer laufen dürfen: Außer dem Hund hatte ich auf der gesamten Strecke dort niemanden gesehen und Handynetz war auch Fehlanzeige.

Danach gab es wieder bessere Straßen und viel zu sehen. Zwar bin ich nicht durch den „brutalen“ Teil von dem Zentralgebirge geleitet worden wie vor zwei Jahren, aber hatte jede Menge Serpentinen, ganz ganz wenige andere Verkehrsteilnehmer und viel gesehen. Unter anderem einen Riesenstausee, der von der Architektur her noch aus der Franco Ära stammt und so etwas wie den Grand Canyon von Spanien (s. rechts).

Insgesamt war die Fahrt echt toll und ich werde die neu geplante (und gefahrene) Fahrt unter der Statistik anzeigen und auch einen Link auf die .gpx-Datei dort hinterlegen. Das nachzufahren lohnt sich, auch wenn man vielleicht ein anderes Ziel als Hellín wählen sollte. Da gibt es in der Umgebung sicherlich schönere Städte.

Statistik
Zurückgelegte Strecke: 502,0 km
Fahrzeit: 7:06 h (das ist übrigens die reine Fahrzeit, da das Navi in den Pausen mit dem Motor ausgeht)
Durchschnittsgeschwindigkeit: 68km/h

Download der .gpx-Datei


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