Ich hatte mich, nachdem es am Vorabend spürbar abkühlte, auf einen kalten Start vorbereitet. Alle Belüftungsöffnungen meines Anzugs waren geschlossen und ich hatte mir noch zusätzlich ein langärmliges T-Shirt angezogen. Somit war ich positiv überrschascht, dass das Thermometer 18°C anzeigte.

Die Wolken liessen mich aber immer mehr zweifeln und als ich mit Fahrrichtung Norden das Bild hier vor Augen hatte, habe ich den sauren Apfel gebissen und die regendichte Schicht in meine Montur „eingebaut“.

Bis zur Französischen Grenze (vom Start circa 40km) blieb es zwar trocken, aber schon bei der Auffahrt zum Pass über die Grenze wurde es zunehmend ungemütlicher.

Die Grenze habe ich dann in den Wolken überquert und ich hatte mehrere Kilometer nur eine Sicht zwischen 10 und 40 Metern. Ich war froh, dass ich vom Navi die Informationen über den Straßenverlauf bekam. Danach Regen, Regen, Regen. Fast 200km bin ich in Folge im Regen gefahren. Das war besonders ärgerlich, da auch in französischen Pyrenäen die Streckenführung recht schön war, aber ich es natürlich deutlich vorsichtiger angehen lassen musste Dies hat sich natürlich auch entsprechend auf die heutige Durchschnittsgeschwindigkeit ausgewirkt. Eine kurze Regenpause hatte ich zum Glück um ein kleines Frühstück einzunehmen. Nachher wurde es dann doch noch schöner, aber die Temperatur stieg nicht über 26°C. Das langärmlige T-Shirt habe ich dann noch ausgezogen, aber die Wolken überzeugten mich mein Regenschutz im Anzug zu lassen. Ein paar kleine Schauer gab es dann auch noch, aber nicht so heftig, dass ich bei der Fahrt wesentlich eingeschränkt wurde und konnte noch ein paar schöne Streckenabschnitte schon tiefer in Frankreich geniessen. Hier ein Eindruck zu der Zeit des besten Wetters.

Bei dem französischem Landgasthof für heute Nacht wurde ich sehr freundlich von den holländischen Besitzern empfangen, inkl. kaltem Bier zur Begrüßung und der Abfrage des Härtegrads des Frühstückseis für den morgigen Tag 🙂 . Gegessen habe ich in einer Auberge die von einem deutschen Ehepaar geleitet wird, welche sich damit vor 22 Jahren einen langgehegten Traum gut geplant und erfolgreich verwirklicht haben.

Statistik
Zurückgelegte Strecke: 535 km
Fahrzeit: 8:14 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 65 km/h


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert