Noch in der Morgendämmerung ging es, gleichzeitg mit den Lieben los. Die Temperatur war mit etwas über 20° C sehr angenehm und so habe ich die Berge von Malaga in Angriff genommen, wo mir in den Bergen eine Rotte Wildschweine vor dem Motorrad die Straße querte. In Colmenar habe ich mir für mein Frühstück ein frisches Brot besorgt. Leider war das gar nicht so einfach, da ich dreimal an der Panaderia vorbeigefahren bin. Obwohl der Ort nicht so klein ist, erkennt man die nur an einer kleinen geöffneten Tür – kein Schild oder Schaufenster weisen darauf hin. Naja, ist eben kein Touriort…

Aber jedenfalls hatte ich nachher ein leckeres reichhaltiges Frühstück

Gut gestärkt ging es weiter, jedoch hatte ich danach eine kleine Pechsträhne.

Nachdem ich kurviger.de immer so für die (im Gegenssatz zu TomTom) vorbildlichen Ortsdurchfahrten gelobt habe, hat die Routenplanung bei einem Dorf arg Mist gebaut. So wurde ich, völlig unnötig wie ich nachher gesehen habe eine schmale wirklich (!) steile Straße hochgeführt und sollte dort eine Spitzkehre nach rechts in eine andere Straße machen. Anstatt 50m weiter hochzufahren und dort vernünftig zu wenden, habe ich es versucht, allerdings mit dem Ergebnis, dass ich ich samt Karre „schön“ in Richtung „unten“ umgefallen bin. Ergbnis: Viel Flucherei und Heberei, ein zerschrammelter Zylinderkopf, ein zerschrammelter und verzogener rechter Koffer (letzteres kann ich vermutlich zuhause selber richten, da nicht gebrochen zu sein scheint), ein lockerer Rückspiegel, den ich wieder mit meinem Leatherman feststellen konnte, ein verschrammelter Handschutz (dafür aber unverletzte Finger) und ein linkes Schienenbein, bei dem die Bräune leider teilweise durch die Fußraste abgerupft wurde. Zusätzlich ärgerlich wurde das Ganze, als ich dann festgestellt habe, dass die Straße in die ich per Spitzkehre abbiegen sollte eine Sackgasse war. Die Straße in die nachher abbiegen sollte, war eine steile Treppe und so bin ich also doch die andere Straße hochgefahren…

Einige Kilometer später war eine Straße blockiert – leider direkt an einer Brücke und so dicht, daß ich selbst ohne Gepäck nicht durchfahren konnte. Das hat einen Umweg von rund 50km über andere Nebenstrecken bedeutet. Kurzzeitig war ich versucht, mit der Einstellung Autobahn vermeiden zu meinem Zielort zu fahren. Nachdem ich mir die so geplante Strecke kurz angeschaut habe, habe ich mich zum Glück dagegen entschieden und den Umweg ohne folgende Abkürzung in Kauf genommen. So bin ich am Rand wunderbarer Naturparks entlanggeleitet worden und hatte dazu eine wunderbare kurvige Strecke. Immer wieder waren Schilder zu sehen, auf denen vor Wildkatzen gewarnt wurde. Insgesamt eine tolle Strecke dort.

Kurz nach dieser Pause musste ich dann auch Abschied von Andalusien nehmen. Hoffentlich stimmt das was auf dem Schild steht

Nachmittags ging die Temperatur bis auf 36°C hoch, was für Zentralspanien aber eher normal bis wenig ist. Eine Tankstellenwärterin hat mir berichtet, dass die letztes Jahr 46 °C hatten.

Nun bin ich wieder in Casa Rural eingekehrt. Die sind eigentlich immer toll und dazu noch sehr preiswert. Dort wurde mir ein direkt ein eiskaltes Bier in einem geeisten Glas serviert – das tat gut 🙂

Statistik

Zurückgelegte Strecke: 595,6 km
Fahrzeit: 8:15 h
Durschnittsgeschwindigkeit: 72 km/h


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