An diesem Morgen habe ich das beste Frühstück der Reise bekommen. Käse, Wurst, Jogurt, Müsli und das Frühstücksei in dem am Vorabend besprochenen Härtegrad. Das war wirklich sehr gut. So gestärkt konnte ich gut die Fahrt beginnen. Es gab aber eine geschlossene Wolkendecke und es hätte mich nicht gewundert, wenn es auch angefangen hätte zu regnen. Glücklicherweise habe ich keinen Regen abgekommen und ab 11 Uhr wurde die 20° C Marke geknackt.

Nachdem sowohl auf der Hinfahrt als auch am Vortag die Tankstelllensituation okay war, hatte ich mir auch keine großen Gedanken für den heutigen Tag gemacht. Am Vorabend, wo ich sicherheitshalber nochmal die Route gecheckt hatte, war eine Tankstelle nach 160 km und eine nach 360 km aufgeführt. Das wäre optimal gewesen, wenn es denn so gekommen wäre. Wie es zu der Position der ersten Tankstelle kam weiß ich nicht. Nichts wies darauf hin, dass dort mal eine war. Glücklicherweise habe ich eher zufällig zwei total alte Zapfsäulen neben einer Bar gesehen und tatsächlich habe ich dort Sprit bekommen. Recht teuer, aber immerhin. Leider habe ich vergessen davon ein Foto zu machen. Ich bin mir recht sicher, dass die in vielerlei Hinsicht nicht mehr den Vorschriften entsprechen. So etwas habe ich ansonsten immer nur bei stillgelegten Tankstellen gesehen. Mit dem Benzin reichte es nach meiner Schätzung ziemlich genau bis zum Ziel, aber ich wollte ja ohnehin die zweite Tankstelle auch nutzen um keinen Streß zu bekommen. Als ich dann gegen 13 Uhr an die zweite Tankstelle kam, musste ich aber feststellen, dass die erst um 14 Uhr öffnet. Da bin ich dann doch lieber unverrichter Dinge weitergezogen.

Am frühen Nachmittag wurde es immer wärmer und nachdem ich mir das langärmlige T-Shirt ausgezogen hatte, konnte dann auch der Wetterschutz aus der Montur und die Belüftungsöffnungen geöffnet werden.

Danach wurde auch die Tierwelt munterer. Nach einer Kurve sprang ein Wild von links direkt neben mir auf die Straße und dann glücklicherweise direkt wieder zurück. Für ein Reh war das vermutlich zu groß – der Rücken war in Höhe meiner Sitzbank. Etwas sspäter auf einer eher unbefestigten Straße hätte ich beinahe eine Schlange überfahren. Nachdem ich mal etwas gegoogelt habe würde ich auf eine Äskulapnatter tippen.

Inzwischen wurde auch deutlich, dass es mit dem Benzin etwas eng wird. Also habe ich mir vom TomTom eine Tankstelle in der Nähe der Route raussuchen lassen, was allerdings erst 15km vor dem Ziel Erfolg brachte. Da mir noch gemäß Bordcomputer 28 km mehr als bis dahin zur Verfügung standen, habe ich die in die Route aufgenommen. Diese Tankstelle war jedoch nur für LKWs und es gab nur Diesel und AdBlue. Nun wurde ich schon etwas nervöser, da ein Kollege schon einmal mit seiner GS mit einer angezeigten Restreichweite von über 20km trocken gelaufen ist. Die nächste Tankstelle wäre auf der Autobahn gewesen, aber das wäre der Ort, wo ich sicherlich nicht ohne Sprit stehen bleiben möchte und die nächste Abfahrt danach wäre auch einiges entfernt gewesen. Zum Glück habe die benötigten 11km zu einer regulären Tankstelle noch geschafft und ich kann morgen früh fast vollgetankt losfahren.

Vor der Statistik noch eine Beurteilung der Route (abgesehen von der Tankstellensituation): Hier hat kurviger.de mal wieder eine sehr schöne Route ausgesucht, die ich heute bei trockener Straße bis auf die unvermeidlichen Abschnitte mit Splitt sehr genießen konnte.

Statistik
Zurückgelegte Strecke: 537,2 km
Fahrzeit: 7:55 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 65 km/h


0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert