Heute stand die längste Fahrt auf dem Programm. Dabei sollte es jeweils 23 km hoch und runter gehen, jedoch nur bis auf 1.310 m. Entsprechend waren Strecken ohne Gefälle heute Mangelware.

Bei einer Außentemperatur von nur 7°C ging es gegen halb Acht beim Grundstück los. Kaum war ich im flacheren Gebiet vom Minervois wurden die Temperaturen zweistellig bei wolkenfreiem Himmel. Aber kaum war ich da raus blieb es am Vormittag bei knapp unter 9°C. Dies war aber kein Hinderniss mich der doch anspruchsvollen Streckenführung zu stellen.

Das erstes Thema des Tages war die Organisation von Brot. In den ersten Orten die eine Bäckerei oder Épicerie aufzuweisen hatten, waren diese noch geschlossen oder hatten noch nichts bekommen. Erfolg hatte ich in Saint-Rome-de-Tarn und wurde dort mit dem in diesem Urlaub mit Abstand bestem Croissant und Baguette belohnt. Der Verkaufsraum teilt sich dort den Platz mit den Teigmaschinen und man konnte gleich sehen, dass das dort frisch zubereitet wird. Für das Frühstück habe ich mir einen schönen Platz ausgesucht und frisch gestärkt ging es weiter.

Gegen Mittag stellte sich mein Timing als perfekt heraus. Dort war ein längerer Streckenabschnitt eigentlich gesperrt und da es sich um einen Wochentag handelt bin ich mit etwas unsicherem Gefühl auf die in eine Kiesstrecke verwandelte gefahren. Nach circa zwei Kilometern stieß ich dann auf die großen Baumaschinen, die alle verwaist rumstanden und sich somit problemlos umzirkeln liessen. Sehr kurz nach der abschliessenden Baustellenabsperrung kamen mir Autos entgegen, die augenscheinlich mit den Straßenarbeitern gefüllt waren, welche vermutlich aus der Mittagspause zurückkehrten. Das Manöver hat mir vermutlich einem großen Umweg erspart.

In der Folge ging es weiter schön durch das Gebirge ohne nennenswerten Verkehr. Im gesamten Tagesverlauf habe ich maximal fünf Fahrzeuge überholt. Sehr positiv ist mir dabei aufgefallen, dass bis auf einen sofort abgebremst haben und rechts rangefahren sind, sobald die mich im Rückspiegel wahrgenommen haben.

Im späteren Tagesverlauf wurde ich noch ein wenig nervös, da wohl eine kleine Herde Jungbullen ausgebrochen war und diese neben und auf der Straße herumstanden. Die beste Art der Vorbeifahrt war dabei mit gezogener Kupplung im Leerlauf, da die bei lauteren Auspuffgeräschen anfingen wild herumzulaufen (wobei ich da definitiv nicht im Weg stehen wollte).

Inzwischen habe ich in dem Hotel in Digoin ein einfaches aber sehr guten Abendessen mit einem halben Liter Wein zu mir genommen und den Tag somit perfekt beendet.


Statistik
Zurückgelegte Strecke: 565,6 km
Fahrzeit: 9:06 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 61 km/h


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